Samstag, 4. November 2017

HeroQuest Bases gießen

Da ich unbedingt Sonderformen im HeroQuest-Stil brauche, habe ich mir die Mastermodelle aus Plastikcard gebastelt. Gebastelt habe ich eine 42x42mm Monsterbase, eine 25x54mm Kavalleriebase, eine 25mmx25mm Standardbase und eine 30x30mm Standardbase.
Von diesen Bases habe ich dann aus Silikon eine Form erstellt. Passend zu der Form muss man sich auch noch einen Deckel aus Silikon basteln.
 
 
Ich nutze dieses Resin. Aber es gibt viele andere auf dem Markt.
 
 
Das Resin mische ich in Schnapsgläsern an. Mit kleinem Einsatz am Taschenrechner kann man ziemlich genau die benötigte Menge ermitteln.

Wenn man das Resin anmischt muss es schnell gehen. Die Formen müssen vorbereitet sein. Das Guß funktioniert mEn am Besten, wenn man schnell und konsequent gießt. Bloß nicht vertüdeln.

Direkt nach dem Gießen, solange das resin noch flüssig ist, werden die Deckel auf die Formen gebracht. Hier muss man aufpassen, dass man keine Lufteinschlüsse darunter produziert.

Ausbetten kann man nach 10min. Dann ist das Resin allerdings noch sehr weich. Lieber ne Stunde warten. Dann ist es Endhart. Wenn alles gut geklappt hat, sieht das ganze so aus.

 
 
Nach dem Ausbetten, mit dünnem Grat.


Nach minimaler Nacharbeit haben 4 schnieke neue HeroQuest Bases das Licht der Welt erblickt! 

Nach 2 Wochen Gießen-im-Vorbeigehen hab ich ordentliche Ausbeute gemacht.



Das ganze lässt sich selbstverständlich mit allen anderen Arten von Bases und Markern usw. machen. Gießen ist nicht schwer. Man braucht nur gute Vorbereitung und eine kleine Trainingsphase bis man saubere Ergebnisse erzielt.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Nachschub für HeroQuest

Endlich mal wieder ein Bißchen Nachschub für HeroQuest. Die Figuren sind geFAPt mit Darktone.
 
Troll aus der Schädelpass-Box. Ich hätte ja lieber einen klassischen Troll gehabt, aber die gibt es ja leider nicht aus Kunststoff. Also muss dieser als Kompromiss herhalten.

Barbar aus Talisman. Um seine unnatürliche Pose zu kaschieren, habe ich ihm ein Schild spendiert.

DSA-Mini. Ich glaube Dorf des Grauens. Bin mir aber nicht sicher. Schild (Zwerge) und Waffenarm (Mordheim) überdecken das merkwürdige Design der DSA Helden.  Ist die einzige Kunststoff-Conquistadoren Figur, die einigermaßen zum HQ-Stil passt.

Slayer aus der Schädelbox. Der war beim Troll dabei. Keine wirklich schöne Mini und hat auch keinen klassischen Charme. Da aber der Slayer als Held bei Spielern sehr beliebt ist, kann ein zweiter nicht schaden. 

Mein absoluter Lieblingsbarbar. Warum weiß ich auch nicht. Der ist so schön knuffig.

Der Swashbuckler. Bin immer noch auf der Suche nach einem vernünftigen deutschen Namen dafür. Haudegen oder Draufgänger passt irgendwie nur so halb.

Noch eine DSA-Mini. Auch hier musste ich viel feilen und schneiden, um sie halbwegs vernünftig aussehen zu lassen. Wirklich hübsch ist er trotzdem nicht geworden.
 
 

Samstag, 26. August 2017

Athelbread's Zorn


Mit minimaler Verzögerung schaffe ich es jetzt auch mal Beschreibung und Rückblick zu Athelbread's Zorn zu liefern. Athelbread's Zorn ist ein von mir ersonnenes Skirmish Szenario, welches ich auf der diesjährigen Tactica präsentieren durfte. 

"Nordengland im Jahre des Herrn 743. Fünf Jahrzehnte bevor die ersten Nordmänner das Kloster Lindisfarne verwüsteten, herrscht alles andere als Eintracht in Northumbria. Lord Wulfread weigert sich seit einiger Zeit die Abgaben an König Athelbread zu zahlen. Athelbread ist zu tiefst erzürnt und hat beschlossen, die Abgaben mit Gewalt einzufordern. Wird Wulfread es rechtzeitig schaffen seine Mannen heranzuführen, um Athelbreads Überfall zu vereiteln?"

Die Idee war ein kooperatives Multiplayer Szenario mit Con-tauglichen plug'n'play Regeln. Als Basis dienten die allgemein leicht verständlichen HeroQuest Regeln. Um das ganze epochengerecht zu adaptieren habe ich statt der HQ Würfel die SAGA Angelsachsenwürfel verwendet. 

Axt - gelungener Angriff
Pferd - gelungene Verteidigung
Helm - Jokersymbol für Helden und spezielle Fähigkeiten

Jede Figur besitzt einen Angriffswert, einen Verteidigungswert und einen Körperkraftswert (Lebenspunkte).
Das Kampfsystem war somit schnell abgehandelt.

Um die Zugphasen nicht ganz so statisch zu gestalten habe ich mich zusätzlich beim Kommandopunkte-System von Spacehulk bedient. 
Das Grundprinzip ist, dass jede Figur nur eine Aktion besitzt. Diese Aktion kann entweder zum Kämpfen oder zum Laufen verwendet werden. Charaktermodelle besitzen zusätzlich zu ihrer Grundaktion noch Kommandopunkte, welche sie dann auf ihre Gefolgsleute verteilen oder selber nutzen können.

Es gibt drei Bewegungsreichweiten in Form von praktischen Bewegungshölzern
S kurz - M mittel - L lang

Beute aufnehmen, weitergeben oder auf einem Karren ablegen ist kostenlos.

Jede Figur kann nur einen Beutemarker tragen.

Auf den Karren können beliebig viele Beutemarker gelagert werden.

Karren können kostenfrei von jeder Figur bewegt werden, wenn sie in Basekontakt sind.

Das war es dann auch schon mit den Grundregeln.

Ziel des Spieles ist es das Dorf auszurauben. Das Dorf wird vom Spielleiter kontrolliert. Die Spieler übernehmen 4 Gruppen von Angreifern (siehe weiter unten) und ein Spieler spielt Athelbread selber.
Die Beute ist von Anfang an auf dem Spielfeld verteilt. Die Angreifer müssen versuchen, diese vom Spielfeld wegzuschaffen. Haben die Spieler am Ende des Spiels mehr Punkte erbeutet, als sich noch auf dem Spielfeld  befinden haben sie gewonnen. Intern kann natürlich noch der beste Plünderer ermittelt werden. 
Das Dorf besteht zu Anfang hauptsächlich aus Zivilisten und einigen Kriegern. Allerdings kommen mit jeder Runde mehr Ersatztruppen der Verteidiger aufs Spielfeld. Ab Runde 6 erscheint dann Wulfred persönlich, um die Angreifer abzuwehren. Die Spieler müssen sich also ranhalten, um ihre anfängliche Überlegenheit auszuspielen.

Das ist natürlich nur ein Überblick über die Regeln und ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das ganze System minutiös in einem Regelwerk aufzuschlüsseln ist mir zu aufwendig. Schließlich habe ich die regeln ja im Kopf und das ganze ist nicht kompetitiv ausgelegt. Aber ich hoffe ich kann so zumindest einen vagen Eindruck vermitteln. 

Die Angreifer:

Athelbread ist der Anführer der Anführer der Angreifer und wird von einem Spieler kontrolliert. Er kann seine Kommandopunkte frei unter allen Mitstreitern aufteilen.





Jede dieser Gruppen wird von einem Spieler kontrolliert. Es gibt einen Anführer, einen offensiv und einen defensiv orientierten Gefolgsmann. Die Anführer der Gruppen können ihre Kommandopunkte nur innerhalb ihrer Gruppe verteilen.


Diese Karte dient der Übersicht, welche Beute in welchem Karren abgelegt wurde. Die Beutemarker, werden auf das jeweilige Feld gelegt.


Die Verteidiger:

Die Charaktere der Verteidiger

 Die Kämpfer der Verteidiger


Wulfred

Die Beute:



Sonderregeln:

Held  
Das Helmsymbol zählt als Erfolg

Edelmann 
Kommandopunkte können auf jedes befreundete Modell übertragen werden

Beritten
Beim ersten Verlust eines Körperkraftpunktes stirbt das Pferd und das Modell kann sich nur noch -M- bewegen

Schildwall
Bei Basekontakt mit einem befreundeten Modell welches auch die Sonderregel Schildwall besitzt, zählen beim Verteidigen Helmsymbole als Erfolg

Wehrhaft
Wird der Beutemarker durch ein Modell aufgenommen, greift der Beutemarker augenblicklich mit einem Kampfwürfel an  


das ist der Aufbau des Spielfeldes vor Spielbeginn:

Die Angreifer können entlang der langen Seite gegenüber des Dorfes und entlang der kurzen Seite hinter dem Fluss aufgestellt werden. Die Karren können beliebig den Gruppen zugeordnet werden.









Insgesammt hat das Spiel sehr gut funktioniert. Jedes Spiel war flüssig und bis zu Ende spannend. Ich habe mich auch sehr über die durchweg positive Resonanz meiner Gäste gefreut. Aber alleine auf der Tactica eine Präsentation zu machen ist echt anstrengend. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht und ich habe viele neue nette Leute kennengelernt. Hier nochmal vielen Dank an alle Mitspieler!

Am Ende noch meine einzigen Schnappschüsse vom Wochenende. Ich bin irgendwie nicht so wirklich zum Fotografieren gekommen. 😝




Viele Grüße und Danke fürs Interesse!

Freitag, 11. August 2017

Mönche und Verluste

Angespornt vom positiven Feedback auf der Tactica, habe ich mich aufgerafft ein paar weitere Püppchen meiner Angelsachsen anzumalen. Damit habe ich jetzt mehr als genug Verlustmarker und Mönche sind ja für Angelsachsen auch sehr wichtig. Vor allem, wenn man von Wikingern überfallen werden möchte. Ich hab versucht das ganze szenisch umzusetzen. Liegende Modelle zu fotografieren ist allerdings nicht ganz einfach. Ganz zufrieden bin ich daher mit den Ergebnissen nicht. Aber passt schon. Wieder ein bißchen dazu gelernt.

Bemalt ist der Haufen in bewährter quick-n-dirty Manier. Grundfarben, ein paar prägnante Highlights, dann mit Dark Tone gedippt und anschließend Details aufgebracht. Nicht wirklich geeignet um die schönsten Ergebnisse zu erzielen, aber man kann in kurzer Zeit ne Menge Zinn beiseite schaffen.